Die Matrix der Erde 4: Was haben kämpfende Stiere mit Altersarmut zu tun?
Heute beschäftigt uns die nächste Kombination aus der Feng Shui „Matrix der Erde“, die auf Basis der Methode der „Fliegenden Sterne“ definiert wurde. Im letzten Teil der Beitragsserie ging es um das Thema „Treue“. Die aktuelle Folge beschäftigt sich mit Kampf und Streit, Auseinandersetzung und Konflikten aller Art. Die Rede ist von der Kombination der „Fliegenden Sterne“ 2- 3, die häufig als „Kämpfende Stiere“ bezeichnet wird.![]()
Zur Erinnerung: die 2 repräsentiert die Mutter, das Trigramm Kun und steht für das Wohlwollen hier und jetzt. Die 3 entspricht dem Trigramm Chen und damit dem ältesten Sohn, dessen Aufgabe ist, für glückliche Zukunft zu sorgen. Haben Sie schon eine Ahnung, worum es tatsächlich bei der Kombination 2-3 geht? Es ist gar nicht so schwer, darauf zu kommen. Schlagen Sie am besten im Buch ab der Seite 57 im Kapitel „Wenn die 2 mit der 3…“ nach. Dort finden Sie eine Menge Informationen zu dem besonderen Pärchen.
Doch wie bei jeder anderen Sternenkombination, gibt es nicht nur eine, sondern mehrere Deutungen und Interpretationen. In Bezug auf die 2-3 heißt es unter anderem:
- Auseinandersetzung, Streit, Konflikte
- Klatsch und Tratsch
- ernsthafte Gefahren, Unfälle
- familiäre Probleme
- Probleme im Magen- und Darmbereich, Unterleibsbeschwerden
Fangen wir mit der schwerwiegendsten Deutung an, die zusammenfassend Streit und Konflikt bedeutet.
Der Stern 2 wird der Wandlungsphase Erde zugeordnet, der Stern 3 entspricht der Wandlungsphase Holz. Holz und Erde verstehen sich bekanntlich nicht so gut und stehen im Kontrollzyklus zueinander (Holz kontrolliert Erde). Dabei versucht die „Zukunft“ ihre Forderungen gegenüber der „Gegenwart“ durchzusetzen. Die „Gegenwart“ verteidigt selbstverständlich ihre Interessenslage und ihr Widerstand führt zu einem Kampf, der keine Sieger hervorbringen kann, sondern nur beiden Kontrahenten die Kraft raubt.
Diese Art von Konflikten finden wir in der Gegenwart in fast allen Lebenslagen. Blicken Sie einige Monate zurück, als im Fußball die Kapitänsnachfolge der Nationalmannschaft zu klären war. Lahm und Ballack haben sich einen typischen Kampf der Stiere geliefert. Solche Vorgänger – Nachfolger - Auseinandersetzungen beschäftigen nicht nur die Öffentlichkeit, sondern sie finden auch in vielen Unternehmen statt. Die Politik (z.B. Westerwelle/Rössler) bleibt davon ebenso wenig wie die Unterhaltungsbranche (z.B. Talkmaster der ARD) verschont.
Ein Interessenskonflikt zwischen Gegenwart und Zukunft ist nichts anderes als eine Auseinandersetzung zwischen jung und alt. Passende Stichworte dazu lassen sich leicht finden: Pflegenotstand, Altenbetreuung, Altenheime, mehrere Generationen unter einem Dach. Es muss aber nicht nur um die Alten gehen. Jugendkriminalität, Schulabbrecher, Erziehungsprobleme oder grundsätzliche Konflikte zwischen Eltern und Kindern gehören auch zu den „Kämpfenden Stieren“.
Der Kampf kann aber auch in einem selbst stattfinden. Sobald wir abwägen müssen, lasse ich es mir heute gut gehen oder spare ich lieber fürs Alter, haben wir mit einem Interessenskonflikt zu tun. Wohin eine falsche Entscheidung führen kann, lässt sich aus den Statistiken über Altersarmut ablesen. Wobei ich hier betonen will, dass viele alte Menschen, die in Armut leben, diese Situation nicht selbst verschuldet haben. Sie sind arm, weil andere sich gut gehen lassen und sie dafür zahlen müssen.
Die Generation, die an der Schwelle zum Seniorendasein lebt, ist von diesem Konflikt jeden Tag betroffen. Unsichere Rente, völlig unüberschaubare Möglichkeiten der privaten Vorsorge, der Wunsch nach verkürzter Arbeitszeit ohne Verzicht auf ein Teil des Einkommens sind nur Problembeispiele, die unter die Kategorie „ernsthafte Gefahren“ oder auch „(Geld-)Unfälle“ fallen.
Ernsthaft gefährlich wird es auf unserer Erde werden, wenn wir nicht aufhören nur die Gegenwart, statt die Zukunft vor Augen zu haben. In Zusammenhang mit „Untreue“ im letzten Beitrag wurde das Thema bereits angeschnitten. Die Sternenkombination 2-3 macht die Folgen der Untreue noch dramatischer und plastischer. Wenn wir heute die Erde aufbrauchen, bleibt für die kommenden Generationen nichts mehr übrig. Kann die Lebensgefahr noch größer werden?
Mit familiären Problemen hat sich sicher jeder von uns schon beschäftigt. Sie sind streng genommen nicht ungewöhnlich und aktuell auch nicht dramatischer als in anderen Zeiten.
Was aber gegenwärtig extrem sichtbar wird, sind Probleme, die sich aus einem Zusammenprall traditioneller Werte (Familie bedeutet auch Herkunft) mit modernen Gepflogenheiten des Lebens ergeben. Auf der einen Seite führen Frauen eine Regierung an, auf der anderen darf eine Frau das eigene Haus ohne Einverständnis des Mannes nicht verlassen. Burka und Facebook, Zwangsehe und Partnerbörsen im Internet, Universitäten und Analphabetismus im gleichen Land – so krass wie heute sind sich Tradition und Modernes noch nie direkt begegnet. Aus dem Zusammenstoß ergeben sich Probleme, die wir als gesellschaftliche Aufgabe zu lösen haben.
Zuletzt bleiben noch die unangenehmen Symptome in Bezug auf Magen, Bauch und Unterleib.
Ärger, Stress und Kampf schlagen uns auf den Magen. Das ist die symptomatische Seite der Matrix. Aus reiner Neugier habe ich im Google das Suchwort „abnehmen“ eingegeben und über 700.000 Treffer gelandet. Bei „ehec“ (zur Erinnerung, es war die Masseninfektion im Frühjahr 2011) sind es über 8,6 Millionen Ergebnisse. Selten wurde so viel über Essen, gesunde Ernährung und Lebensmittel-Skandale berichtet wie in der heutigen Zeit. Essen scheint unser Leben nicht nur als Nahrungsmittel zu bestimmen, sondern wird sogar als politisches Instrument benutzt.
Mit „Unterleib“ verbinden wir eher „Geburt“ und „Empfängnis“. Dazu passen: künstliche Befruchtung, Unfruchtbarkeit, Mehrlingsgeburten oder auch Babyhandel, ungewollte Schwangerschaften oder Fehlgeburten. Eine „Fehlgeburt“ muss nicht unbedingt einen Menschen oder anderes Lebewesen betreffen. Wie oft sagen wir zu einer misslungenen Idee oder Vision „Totgeburt“? Besonders visionäre Ideen, die mit der Sicherung der Zukunft zu tun haben, sterben, bevor sie überhaupt geboren wurden. Leider leben wir nicht in einer Zeit der Pioniergeister. Einer davon, Steven Jobs, hat uns leider vor Kurzem in Folge einer schweren Baucherkrankung (Krebs der Bauchspeicheldrüse) verlassen.
Ach ja, da war noch Griechenland. Antikes Griechenland, die Wiege, die Mutter unserer abendländischen Kultur gerät in Schwierigkeiten. Warum? Weil Korruption, das Leben über die Verhältnisse und aufgeblähtes (Bauch!) Beamtentum, lieber in Saus und Braus leben, statt an die Zukunft zu denken. Jetzt knallt’s, weil die Nordlichter (Deutschland, Norden = Wasser) eher die Zukunft im Auge haben (Wasser stärkt den Stern 3) und die Gegenwart (Stern 2) zum Sparen bewegen wollen. Und so sind wir die Dummen, die nahezu unter der Gürtellinie (Bauch) angegriffen werden. Wo steckt die Lösung? Im Metall, um die Gegenwart zur Vernunft zu bringen. Und was ist Metall? Ganz klar die Banken mit ihrem Geld. Wenn die eine vernünftige Geldpolitik einschlagen und mit dem Herz (Feuer) statt nur mit dem sturen Kopf (Holz) entscheiden würden, dann könnten die kämpfenden Stiere schnell vernünftig werden.
Wenn da nicht die 5-9 wäre, die geistig zurückgeblieben ist. Doch das erfahren Sie erst in der nächsten Folge.
Mit friedvollen Grüßen der ganz zahmen Kälbchen,
Ihre Hedwig Seipel
Bildnachweis:
stiere© Jesús Arias / istockphoto
alt© Anette Romanenko/ istockphoto
altersarmut © Ned White / istockphoto
burka© Lori Martin / istockphoto
bauchweh© Robert Kneschke / istockphoto
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